Schybischwinget Escholzmatt

Jedes Jahr treffen sich zu Saisonbeginn die Innerschweizer- und Emmentalerschwinger zum Zweikampf im Schybidorf.

Das Schybischwinget wird vom Organisationskomitee rund um den OK-Präsidenten Daniel Portmann organisiert.

Das erste Schybischwinget  wurde 1965 auf der Kronenmatte ausgetragen, nachdem das Luzerner Kantonale Schwingfest 1963 in Escholzmatt durchgeführt wurde und 1964 ein Entlebucher Schwinget stattfand, da vom Gabentempel des Kantonalen Gaben zurück blieben. Der Erste OK-Präsident Otto Portmann schrieb anlässlich der Festschrift zum 50 jährigen Bestehen des Entlebucher Schwingerverbandes 1969 folgende Geschichte zur Gründung des Schybi-Schwingets:

„Aus dem Gabentempel vom Kantonalen Schwingfest 1963 in Escholzmatt blieben noch einige Gaben zurück. Das war der Grund dafür, ein Jahr darauf den Entlebucher-Schwinget in Escholzmatt durchzuführen.

Am 12. März 1965 galt es ernst. Es wurde die erste Vorbereitungssitzung abgehalten. Zum OK-Präsident wurde Otto Portmann und als Vize-Präsident Hans Stalder gewählt. An dieser Sitzung wurden noch Willi Müller, Metzger, Josef Krügel, Briefträger und Linus Haas sen. Als OK-Mitglieder aufgenommen. Was wollen wir den Schwingern für Preise verabreichen, das war die grosse Frage. Jules Duss, Präsident des Entlebucher Schwingerverbandes, kam auf die glänzende Idee von Wappenscheiben. Man beschloss, auf diese Scheiben eine historische Figur zu setzen. Auch durfte das Wappen von Escholzmatt nicht fehlen. Gemeindepräsident Ernst Bucher war der Entwerfer der ersten Wappenscheibe, auf welcher Christian Schybi dargestellt war. Viel zu reden gab nun der Name des Schwingets. Amtspräsident Duss wollte ihn vorläufig als Entlebucher-Schwinget weiterführen. Doch die Escholzmatter setzten den Namen „Schybi-Schwinget“ durch. Als Festplatz hatte der Vize-Präsident die Kronenmatte vorgeschlagen. Er hatte bereits vorher mit dem Besitzer gesprochen. Gegen Ende der Sitzung liessen wir Werner Hodel, Wirt zur Krone, bei dem wir auch tagten, zu uns beordern. Im Einverständnis aller Anwesenden wurde er zum Festwirt ernannt.

Für das Jahr 1968 beschloss man, zum Tagesfest überzugehen. Im OK gab es verschiedene Vakanzen und Neuaufnahmen. Als Sekretär wurde Anton Brun, Posthalter, Feldmoos, aufgenommen und das Amt des Kassiers wurde von Theo Tanner jun., Althus, besetzt. Die vermehrten Vorarbeiten für ein Tagesfest wurden einwandfrei ausgeführt. Zwei Tage vor dem Fest wurde die letzte OK-Sitzung abgehalten. Es waren 224 Schwinger aus der Innerschweiz, dem Kanton Bern und aus der Ostschweiz angemeldet. Während der Sitzung bekamen wir Bericht, die Schwinger aus der Ostschweiz seien für unser Fest gesperrt. Das war noch zu verschmerzen, aber am anderen Morgen kam der gleiche Bericht aus dem Bernbiet. Diese Meldung hat uns komplett niedergeschlagen. Uns waren die Hände gebunden. Zeitung konnten wir keine mehr bedienen, um den Besuchern den Ausfall dieser Schwinger bekannt zu machen. Das war eine Tragödie und ich möchte an dieser Stelle den verantwortlichen Organen des Schwingerverbandes nur einen Vorwurf machen: Nachdem unser Festführer schon ca. eine Woche vor dem Fest den Schwingern zugestellt wurde, wäre es am Platze gewesen, uns früher über diese Massnahme zu unterrichten.

Der 4. Schybi-Schwinget konnte dennoch, wenn auch unter schlechten Witterungsbedingungen, glücklich unter Dach gebracht werden. Der von den Ehrenmitgliedern gestiftete Wanderpreis – ein 40cm hoher aus Holz geschnitzter Schwinger – wurde erstmals vom Schwingklub Luzern und Umgebung gewonnen und ein Jahr später fiel dieser dem Entlebucher Schwingerverband zu. – Der Schybi-Schwinget wird nun jedes Jahr durchgeführt.“